Bier ist ein Gedicht...

… sagte jener Bier-Liebhaber und bestellte sich sogleich seine zehnte Halbe. Als er dann irgendwann des Nachts nach Hause kam, musste er nicht mehr viel sagen, seine Ehefrau konnte sich, ansichtig seines Zustandes, einen „Reim darauf machen“, wo ihr Gatte sich die letzten Stunden aufgehalten hatte. Solche Reime meinen wir aber nicht.

Bevor wir nun in die Bier-Lyrik eintauchen noch die "Liebeserklärung" eines unbekannten Dichters an seine "Flamme", oder vielleicht doch an sein "Bier". Der Leser mag selbst entscheiden.

Liebeserklärung eines Bierfreundes

Wie gärt es dir?
Ich hopfe gut!
Du Sonnenschein in meinem Märzen!
Brau` doch vorbei, wenn ich mich so drauf bräu,
und malz mich fest -
ich gerste gleich vor Bock!
Und wenn da manche sagen, daß du fremdgärst:
was pilsen sich die Leute ein, daß sie solchen Sud zapfen?
Ich aber stiegle dich und werd dich immer stiegeln,
und drum verzeih` auch du mir meinen letzten Seitelsprung!
Wo lagerst du die ganze Zeit?
Ich habe jedes Brauhaus schon nach dir durchstüberlt.
Ich hopf`, du weizt, daß ich stets lieb dich halbe,
drum sag` ich dir nochmalz:
Ich werd dich immer stiegeln!

Wer ein Bier-Gedicht kennt, den bitten wir um Mitteilung.

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In numerischer Folge kann nachstehend verschiedene Bier-Lyrik begutachtet werden.

Und hier kommen die (mehr oder weniger gereimten) Verse und Gedichte vom und übers Bier.


1.) Der Hering ist ein schönes Tier,
gesalzen weckt er Durst nach Bier,
und wenn man sich mit Bier bekneipt,
den Kater sicher er vertreibt!


2.) Der Bräuer maischt im Bottich ein,
Gott geb ihm Glück und Segen drein!
Das neue Bier ihm wohlgerat
und fördre aller Menschen Tat!
Es still den Durst, bring Fröhlichkeit
und mach die blöde Welt gescheit!


3.) Gesegnet sei der Gerstensaft,
so gebraut mit Meisterschaft;
Ein schlecht´s Gebräu zu Gottes Zorn,
sind Malz und Hopfen dran verlor´n.


4.) Schnalzt immer mit der Zunge und singet hell und laut,
der lustige Brauerjunge hat dieses Bier gebraut.
Sang nützt zu allen Dingen, doch nirgend so wie hier:
Beim Brauen muss man singen,
nur dann gerät das Bier!


5.) So pünktlich zur Sekunde
stellt keine Uhr sich ein,
als ich zur Abendstunde
beim edlen Gerstenwein.


6.) Rettich bekränzen dich,
Bräuknecht kredenzen dich,
Schaumüberkräuseltes, Wurstdampfumsäuseltes Nektargetränk.


7.)
Gib, o Schenke, die Gläser mäßigen Lumpen,
und mir reiche den unermesslichen Humpen!
(Friedrich Rückert)


8.) Die Bieramsel und der Bierfink,
das sind zwei arme Zecher, sie haben keinen Heller
und schaun in leere Becher.


9.) Es tut in froher Nachbarschaft
sich gar behaglich plaudern,
geschwätzig lässt der Gerstensaft
stets mit dem Aufbruch zaudern.
(G. H. Schneideck)


10.) Stumm kneipt der Bierphilister,
der Studio mit Gebrüll,
mit Pathos der Minister,
der Dichter mit Gefühl.


11.) Das Wasser, das ist kräftig,
das gibt dem Löwen Mark;
Das treibt auch Mühlenräder –
für mich ist es zu stark.


12.) Gemütlichkeit wird da gefunden,
wo Bier, Durst und Humor verbunden.


13.) Zweierlei lass dir gesagt sein:
Hast du gern´ne feuchte Kehle,
willst du nie vom Durst geplagt sein,
lass das Fass stets deine Herrin
und den Maßkrug deine Magd sein.


14.) Nur in einem gleichts den Ahnen:
Ewig gleich und ungeschwächt
erbt der Durst sich der Germanen
von Geschlechte zu Geschlecht.
(Rudolf Baumbach)


15.)
Auf einem Felde stand ein Hirt und denkt:
Ach wär´ jetzt hier ein Wirt,
der mir zu meinem Brot und Wurst
brächte Bier, ich habe Durst.
(C. Lorenz)


16.) Was ist das für ein durstig Jahr!
Die Kehle lechzt mir immerdar,
die Leber dorrt mir schier.
Ich bin ein Fisch auf trocknem Sand,
ich bin ein dürres Ackerland,
o schafft mir, schafft mir Bier.


17.) Amate, da ihr noch jung seid,
Cantate, da ihr traget Leid,
doch ob ihr habet Lust oder Weh,
ob jung, ob alt seid – bibite!



18.) Gott schenkt nicht jedem Land das Wachstum derer Reben,
woraus der Menschenfleiß den edlen Wein erpresst.
Doch weil er anderwärts die Gerste wachsen lässt,
so weiß des Menschen Kunst uns daraus Bier zu geben.
So Wein als Bier sind gut, wenn man sie braucht in Schranken.
Und nicht vergisst, davor dem lieben Gott zu danken.
Theodor Schöpfer (Traktat vom Bierbrauerrecht 1732)

19.) An dem Bier im braunen Kleide
hat der Weise seine Freude,
und er trinkt es mit Bedacht,
wenn es aus der Tonne Spundung,
kühl und frisch, ihm in der Rundung
des Pokals entgegenlacht.


Aber, wer dem braunen Stoffe schwelgend sich ergibt,
der hoffe ungestraft nicht zu bestehn.
Eine kugelrunde Tonne, muss er zu der Spötter Wonne
Keuchend durch das Leben gehn.


20.) Trinkst mäßig du den Gerstensaft,
so spendet er dir seine Kraft;
Doch gibst dem Unmaß du dich hin,
verlierst du deine Kraft an ihn.


21.) Unterdessen seid vergnügt,
lasst den Himmel walten!
Trinkt bis euch das Bier besiegt
nach Manier der Alten.
Fort, mir wässert schon das Maul
und ihr andern seid nicht faul,
diese Mode zu erhalten.
(Johann Christian Günther)


22.) O du edler Gerstensaft,
wie stärkst du mir die Glieder;
Und wo der Dreck am größten ist,
da haust mi nachher nieder!


23.)
Trinket die Blume
Gambrinus zum Ruhme!


24.) Ich bin ein lustiger Student,
Potz Himmel tausend Sapperment,
was kümmern mich die Reben?
Ich lobe mir den Gerstensaft,
er gibt den Lenden Mut und Kraft.
Das Bier, das Bier soll leben!


25.) Rezept für Biertrinker
Es lohnt, mein Sohn, beherz´ge das,
der Mühe kaum das erste Glas.
Man steht doch nicht auf einem Bein,
drum schenk das zweite Glas dir ein.
Füll dir das Glas zum dritten Mal,
denk: drei ist eine heil´ge Zahl.
Auf vieren geht das Vieh einher,
der Menschen Sinn steht stets auf mehr.
Fünf Sinne sind des Menschen Gaben,
ein Glas muss jeder Sinn doch haben.
Lass dir die Warnung offenbaren:
Mit sechsen darf nur Kaiser fahren.
Ein Vivat allem, was wir lieben,
ein Pereat der bösen Sieben.
Beim achten Glase fromm betracht:
den Ketzer tut man in die Acht.
Neun Musen sind auf dem Parnaß,
und jeder ziemt ein volles Glas.
Philister lass nach Hause gehn,
der echte Bursch hält aus nach zehn.
Schwankst du, so trau den guten Elfen,
ein Freund wird dir nach Hause helfen.
Du sollst, lass dir bei zwölf befehlen,
die Gläser trinken, doch nicht zählen.


26.) Der Gerstensaft, ihr meine lieben Brüder,
ist schon ein alter Trank;
Drum füllt die Stiefelgläser wieder,
habt dem Erfinder Dank!


27.) Die vier durstigen Fakultäten
so manchen Becher hat geleert
als wackerer Student,
den heute man als Pfarrherrn ehrt,
vor Zeiten im Convent.

Es hat mit Bier einst abgespült,
als Jus studiert er hat,
der heute in den Akten wühlt,
der teure Advokat.

Es hat so manchen Zug getan
vom braunen Gerstenmet,
den letzten Zug nicht hindern kann
als Arzt am Krankenbett.

Es nennet sich mit Unrecht nicht
so mancher „Philosoph“,
denn als Student schon dieser Wicht
der Gläser viele – soff.
(Dr. Eduard Maria Schranka)


28.) Immer trinken ohne Singen,
schläfert nur den Trinker ein;
Soll das Bier uns Freude bringen
muss dabei gesungen sein.


29.) Bestaubt sind uns´re Bücher,
der Bierkrug macht uns klüger,
das Bier schafft uns Genuss,
die Bücher nur Verdruss.
(Friedrich Schiller)


30.) Sagt, was brauchen wir den Wein?
Lasst den alten Herrn!
Trinke lieber Bier als Wein,
Trink´ es gar zu gern.
(Aus einem Studentenlied)


31.) Was kümmern mich die Rechte,
was schert mich das Gesetz,
wenn ich die trockne Kehle
mit edlem Bierstoff netz?
(Aus einem Studentenlied)


32.) Der Rektor liebt das Lehrende,
der Pfarrer das Bekehrende,
der Famulus das Laufende,
der Studio das Saufende.


33.) Wenn böser Durst uns quälet,
wie labet das ein Gläschen Bier.
Drum habe auch erwählet
Gambrinus ich zum König mir
und lobe mir das braune Nass.
Stimmt mit mir ein, erhebt das Glas
den Weinpropheten zum Verdruss:
Hoch lebe Rex Gambrinus!


34.) Ich hab den ganzen Vormittag
auf meiner Kneip´ studiert,
drum sei nun auch der Nachmittag
dem Bierstoff dediziert.
(Aus einem Studentenlied)


35.) Vergesse tut mer Müh un Sorge
bim a Schöppel Bier!
Mer denkt nit an de annere Morge –
´s ischt e Weltpläsier.
(Elsässisch)


36.) Um dein Leben hochzubringen,
trinke Bier vor allen Dingen;
Aber soll es dich erfrischen,
früh und spät nur – und dazwischen!


37.) Der liebste Trunk ist mir das Bier,
der goldne Gerstensaft,
der, meines Lebens höchste Zier,
mir heitre Stunden schafft.
Und plagen Grillen mich und Pein,
so soll er stets mein Helfer sein,
der goldne Gerstensaft!


38.) Des Morgens ist das Bier so gut,
desgleichen zu Mittage,
des Nachmittags nicht schaden tut
macht abends keine Plage.
Und nimmst du es noch später ein,
so wird es auch nicht schädlich sein.
(Alter Hausspruch)


39.) Wer nicht liebt das braune Bier,
der lebt als armer Schlucker hier;
Denn der edle Gerstensaft
ist´s, der frohe Menschen schafft.


40.) Wasser, edle Himmelsgabe,
sei gepriesen für und für;
Aber meine höchste Labe
ist und bleibt ein Tröpfchen Bier;
Sagt, was wär der Mensch wohl hier,
sollt er leben ohne Bier?
(Fr. Böttcher)


41.) „Ich bin so schwach von Hitz und Fieber,
welch Mittel kennst du, Doktor, sprich?“
„Trinke einen Humpen Bier, mein Lieber,
und bring ein Krüglein auch für mich.“


42.) Des alten Deutschen liebste Nahrung
ist abends Bier und morgens Harung.


43.) Ich glaub, ich bin ein Götterkind,
wenn Bier durch meine Kehle rinnt.


44.) Ich hab den Wind belauscht,
der durch den Hopfen rauscht;
das Bier in diesem Jahr
wird wieder wunderbar.



45.) Nun singen wir vom Gerstensaft
und von des Mannes hoher Kraft,
der eine Hopfenblüte brach
und sinnig zu dem Tranke sprach:
„Den wahren Adel erst verleiht
die Bittre dir, o Feuchtigkeit.“


46.) Wasser, edle Himmelsgabe,
sei gepriesen für und für;
aber meine höchste Labe
ist und bleibt ein Töpfchen Bier.


47.) Ach du holder Gerstensaft –
wie schwächst du meine Glieder;
gestern erst hast du mich geschafft
und heut´ versuchst du es wieder.


48.)
Der Mensch ist bierlos halb erstorben,
das Bier bringt Scherz und Brüderschaft,
das Bier hat manchen Freund erworben,
das Wasser manchen abgeschafft.


49.) Silentium! Der Kantus steigt:
Jeder Stand hat wackre Zecher!
Ratsherr oder Ferkelstecher, Zähne- oder
Steinebrecher, Flaschenspüler, Meister, Schüler,
Amtmann oder Rentempfänger,
Schallsackpfeifer oder Sänger, Pferde- und
Geflügelzüchter, Lampenputzer, Maler, Dichter
und dergleichen Kunstgelichter, finstre
Paragraphenrichter, Reichsverweser,
Posthornbläser, Schnitzer, Tischler, Hobler,
Fräser, Rettich- und Radieschenpflanzer,
Krieger mit und ohne Panzer, Senf- und
Mostrich-Laboranten, Gaukler, Wander-
musikanten, Sattler nebst Berufsverwandten,
alle sind sie einverstanden, dass des Bieres
Zauberkraft allerbeste Stimmung schafft!
Scherenschleifer, Körbeflechter,
Schweineschlächter, Pächter, Wächter,
Trödler, Trommler, Fahnenträger, Mädchen-
oder Bärenjäger, Schornsteinfeger,
Münzenpräger, Armenpfleger, Scheitesäger,
Kupferschmiede, Rosselenker, Köche,
Kasserollenschwenker, Löffelstanzer,
Bratenwender und noch andre Sakermenter,
Studiosen, einerlei, wer und was ein jeder sei,
Advokaten und Prälaten, Bürstenbinder auch
nicht minder, Karpfenfischer, Kesselflicker,Westen- und Krawattensticker, Ärzte,
Elixieranpreiser, Franziskaner und Karthäuser,
Handwerksvolk im Lendenschurz,
Seifensieder, Schuster, kurz:
Bettelvögte oder Kaiser –
wer da Bier trinkt, ist ein Weiser!
Prosit, kling klang Gloria! Vivat Cerevisia!









50.) Von Johannes Molnar aus Oberwart
Oh, ein Becher güldnen Glückes, goldbraun und schön anzusehn.
Ach mein Herz weint voll Verzückens, Und die Zeit scheint still zu steh'n.
Heil´ger Hopfen, zu erfreuen, schämst Du Dich auch heute nicht,
auch noch nach dem fünften Becher tust Du fröhlich Deine Pflicht.
Sanft es prickelt auf der Zunge, ach dem Rausch bin ich verfallen,
denn schon nach dem zehnten Becher, kann ich nur noch glücklich lallen.
Doch nach all des fröhl´chen Zechens, lieg ich nun betrunken hier,
und erfreu mich meines Rausches, auf Wiedersehen " liebstes Bier .


51.) Aus dem Russischen (übersetzt von Alexander Niktin, Biberach/Riss)
Bier haben wir im Blut,
Bier das tut uns richtig gut.
Es ist unser Stolz und Spaß,
Hätte gern' davon ein Faß.
Bier ist meines Leibes Drittel,
und ist unser Lebensmittel.
Uns're Seele, unser Traum,
Schöneres gibt's nicht als sein Schaum.
Ja das Bier wird uns benetzen,
und hier und da auch Fett ansetzen.
Und jeder kriegt ein Bäuchlein fein,
da passt dann noch mehr Bier hinein.


52.) Von Joachim Pfadt aus Groß Rönnau
Sauf bis Dir die Nase glüht,
rot wie ein Karfunkel.
Auf das Du eine Leuchte hast,
in Deines Daseins Dunkel


53.) Von Joachim Pfadt aus Groß Rönnau
(gesehen in einer Berliner Eck-Kneipe)

Juta Mond, wenn ick Dir seh',
denk' ick an meene Plage:
Du bist im Jahr nur zwölfmal voll,
ick aba alle Tage!


54.) Von Joachim Pfadt aus Groß Rönnau

a.)
Auf Pillen nicht, noch Salbe hoff’,
wer täglich 13 Halbe soff.

b.) Du sollst Dein krankes Nierenbecken,
nicht mit zu kalten Bieren necken.


55.) Von Hermann Schmitz aus Lindlar

Auch Wasser ist ein edler Tropfen,
mischt man es mit Malz und Hopfen.


56.) Übersandt von Michael Plum
(nach Heinrich Heine)

Ebenfalls, so schäumet hier,
geist- und phantasieanregend,
holder Bock, das beste Bier.



57.) Von K. Kling

Frisch Braugesellen, seid bereit,
den edlen Bierstoff zu bereiten.
Gambrinus sei der Sud geweiht,
g’rad wie in alten Zeiten.

Doch trinken wir auch solchen gern,
von früh bis spät am Abend.
Denn merket euch in Nah’ und Fern’,
gut Bier ist allweil labend.


58.) Übersandt von Dirk Schönfeld, Lehrte

Mit Wasser kann, `s ist unbestritten,
man sich vortrefflich waschen.
Doch wird’s mit Brauzutat verschnitten,
kann man(n)`s gar prima naschen.



59.) Übersandt von Dirk Schönfeld, Lehrte

Es liegt in der Gosse, ein betrunk’ner Zeitgenosse.
Er hat sich am Bier gelabt, doch zuviel davon gehabt.
Da fing die Welt sich an zu drehen,
denn er konnte nicht mehr stehen.
Genau das ist der Grund,
warum er liegt dort, der arme Hund



60.) Übersandt von Simone Schmidt, Hohenstein-Oberstetten

Wenn ich Deinen Hals berühre,
Deinen Mund zu meinem führe,
oh wie sehn’ ich mich nach Dir,
meine heißgeliebte Flasche Bier.

61.) Bayerische Biersymphonie in b (von Henning Berg)

Bauchige bürgerliche bayerische Bier-Brauer brauen beständig bestens bekanntes bayrisches Bier, besonders beliebtes billiges Bedürfnis brüderlichen Beisammenseins bierfreudiger Bajuwaren. Bloß böswillige Banausen behaupten bekanntlich, berauschendes Bier beherrsche Bayern, bereite begreiflicherweise bodenlose Besäufnisse, begründe Bier-Bäuche, beraube barmherzige Brüder bitter benötigter Brotnahrung, bringe böses Blut. Besagte Beleidigung bestreiten biedere Besserwisser. Belebendes Bier bereitet berauschende, beglückende, bacchantische Belustigung, bewerkstelligt breites Bündnis bierfreudiger Bevölkerung, beschafft Bier-Brauern bleibende Beschäftigung bis bedauernswerter baldiger Beerdigung. Bevor brauchbare Beweise bekannte beleidigende Behauptungen bestätigen, bleibt bayerische Bevölkerung bravourös beim beseligenden Becher besten bayerischen Bieres. Brost!

62.) Bier-Lyrik (von Konrad Kühn)

Auf unsrem schönen Erdenball, gibts schöne Blumen überall. Doch eines, und das merke Dir, die schönste Blume hat das Bier.

63.) Bier-Lyrik (von Carsten Kahlen)

Auf der Wiesen und im Wald - überall schmeckt mir mein Alt.

Zwischen Hemd und Rock - passt immer noch ein Bock.

Vergiss doch die Baptisten - trink ruhig mal'n Trappisten.

Droh' Du mir ruhig mit der Hölle - ich trinke dennoch Kölsch aus Kölle.

Lass Dich nicht reizen - trink lieber mal 'n Weizen.

Ob Blonde, Schwarze oder Weiße - sind sie alle, ist das Sche.....!