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So braut man mit der neuen "GAMBRINUS I"
Zuerst den mitgelieferten lebensmittelechten Gummistopfen von innen in den Auslaufhahn der Sudpfanne stecken. Beim Maischen braucht man die Auslaufmöglichkeit des Hahnes nicht und die Maische würde nur unnötig den Hahn verstopfen.


Den vorbereiteten  Hauptguß (Brauwasser) in die Sudpfanne gießen.


Rezeptbedingte Einmaisch-Temperatur am Gerät einstellen (ebenso die Zeit der Rast/Dauer) und das derät an den Strom anschließen


Den Passform-Rührwerksdeckel auflegen.


Transformator und Rührwerk mittels Kabel "richtig" verbinden. Es ist zu beachten, daß die Kabel gemäß der Kennzeichnung zusammen gesteckt werden, damit die Laufrichtung (rechts) stimmt. Läuft das Rührwerk in die andere Richtung, kann es sein daß sich die Welle vom Motor durch den Widerstand der teils doch zähflüssigen Maische ablöst. Passieren kann dabei aber praktisch nichts, nur das die Welle nebst Kette halt wieder angebracht werden muß.


Die Rührgeschwindigkeit wird durch die Wahl der Spannung am Trafo eingestellt.
Hierzu wird ein pasender Schraubenzieher bereit gehalten. Die geignetsten  Umdrehungen erreicht man bei 7,5 - 9 oder 12 Volt.

Vorschlag: Während der Aufheizphasen (von einer Rast zur nächsten) = 12 Volt
                 Während den Rasten = 7,5 oder 9 Volt
Nachdem der Trafo ans Stromnetz (220 Volt) angeschlossen und mit dem Rührwerk verbunden wurde, kann der Trafo mittels eines zwischengeschalteten Kippschalters ein- und ausgeschaltet werden. Der Kippschalter kann durch Klettverschluß-Sytem am Henkel der Sudpfanne leicht angebracht und auch wieder abgenommen werden.
Den Rührwersdeckel-Verschlußstopfen entnehmen…...
(Der Verschlußstopfen wird während des Maischens nicht mehr benötigt - das Loch des Rührwerkdeckels bleibt also offen).


…… und den großen Trichter in die Öffnung stecken.

 Der Trichter ist mit 4 (herausnehmbaren) Auflagestopfen versehen die später auf dem Pfannenrand aufliegen, wenn der Trichter als Sudpfannenhaube fungiert, ebenso mit einer Durchführ-Öffnung für das Rührwerkskabel, welche mit einem roten Gummistopfen versehen ist.


Nun wird die Schüttung eingemaischt.

Die Schüttung (das vorbereitete Braumalz) durch den Trichter in die Brau-und Sudpfanne schütten, während das Rührwerk läuft (12 Volt-Einstellung), also zuvor eingeschaltet und die gewünschte Einmaisch-Temperatur (je nach Braurezept) erreicht wurde.

Gegebenenfalls natürlich auch die Rastdauer an der Zeitschaltuhr des Gerätes/Sudpfanne einstellen. Nach Beendigung der Rast ertönt ein Signal und der Brauer weiß nun er kann, bzw. muß mit dem Maischprozess fortfahren (nächste Temperatur und Rastdauer einstellen).


Nach, bzw. während des Einmaischens den roten Gummistopfen der Kabel-Durchführöffnung am Trichter entfernen……...


….und das Rührwerk-Kabel durch die Öffnung führen und wieder mit dem Trafo verbinden


Nun wird der Trichter (verkehrt) als Haube/Kamin auf die Brau- und Sudpfanne aufgesetzt.

Dort liegt er dann auf dem Rührwerks-Passformdeckel bequem auf und verleiht der Brauanlage dadurch auch ein professionelleres Aussehen. Natürlich wird auch die Forderung des Abzuges von Dunst und leichtem Dampf während des Maischens dadurch erfüllt.
Der Gummistopfen des Rührwerk-Deckels wurde zuvohr entfernt, damit der leichte Maisch-Dampf (eher -Dunst) durch den Trichter optimal nach oben abziehen kann.


Der Kippschalter des Trafos wird nach Kabeldurchführung (durch den Trichterrand) mittels Klettverschluß-System (bedienungsnah) am Sudpfannen-Henkel angebracht.


Der Maischprozess wird jetzt bis zum "Abmaischen" fortgeführt indem die jeweiligen, für den Sud notwendigenTemperaturen und Rasten eingestellt und eingehalten werden.

(Für mehr Details empfehlen wir das Fachbuch für Haus- und Hobbybrauer "Bier selbst gebraut" von K. Kling. Erhältlich in unserem WebShop.)


Mit dem Abmaischen ist der Maischprozess beendet. Die Haube/Trichter wird abgenommen. Ebenso der Deckel mit Rührwerk und nach Möglichkeit gesäubert. Da ist noch nichts angetrocknet und man kann es u.U. sogar nebenbei machen.


Zwischenzeitlich wurde das Abläutern vorbereitet. Das heißt, der Läuterbottich wurde gemäß Beschreibung vorgerichtet und die Läutergaze eingelegt etc. Ebenso wurde der Brau- und Gärbottich aufgestellt, der den Hauptguß und die Nachgüße aufnimmt, wenn diese über die Treber im Lauterbottich ("Filterfix") gelaufen sind.


So sieht der Läuterbottich "Filterfix" von innen aus, wenn Schlitzboden und Läutergaze einliegen


Die Maische, bzw. die Treber werden als erstes mittels dem zur Brauanlage gehörendem Treberschapf aus der Braupfanne genommen und in den Läuterbottich "Filterfix" gegeben.

Diese dienen dort als zusätzlicher Filter um später eine klare Würze zu bekommen.


Nun wird auch  flüssige Maische der Pfanne mit Hilfe eines Würze-Schöpfers entnommen und über den Treberteil der sich bereits im Läuterbottich befindet gegeben.


Wenn Treberanteile und eine gewisse Menge Würze in den Läuterbottich überführt wurden und der Rest nicht mehr so schwer ist, nimmt man die Sudpfanne in beide Hände und kippt den Kompletten Maische-Rest (Treber und Würze) in den Läuterbottich. Das geht schneller als alles mit der Hand heraus zu schöpfen.


Die aus dem Läuterbottich (nach einer Läuterruhe) ablaufende Vorderwürze wird in dem unter dem Läuterbottich stehenden Meßeimer aufgefangen. Wichtig ist, daß die Würze klar läuft.

Notfalls muß sie (bzw. Teile davon) einige Male wieder in den Läuterbottich zurück geschüttet werden, bis die Filterwirkung von Gaze und Treber wirken und "klare" Würze abläuft.

Der Ablaufschlauch des Läuterbottichs ist mit einer Schlauchklemme versehen, mit der man den Durchlauf bestimmen kann.
Die klare Würze gibt man dann mit dem Meßeimer in den Brau- und Gärbottich, wo sie praktisch gesammelt wird, und von wo sie dann später, wenn auch noch der Nachguß dazu gekommen ist, zum Würze-/Hopfenkochen wieder in die Sudpfanne gegeben wird.


Während die Maische etwas im Läuterbottich ruht, wird der Nachguß vorbereitet indem man je nach Rezeptur eine weitere Menge Wasser in die Brau- und Sudpfanne gibt und…….


……78° C erwärmt, bevor auch der Nachguß…….


…...mittels Würze-Schöpfer mehrmals, oder auch auf einmal über die Treber (zwecks Restauslaugung der noch vorhandenen Zucker) gegeben.

(Der Hauptguß wurde zwischenzeitlich kommplett abgeläutert und die klare Würze
   - vorübergehend - in dem Brau- und Gäreimer zwischegelagert).


Während die oder der Nachguß über die Treber gegeben wird, sollten diese mit dem auch zur Brauanlage gehörenden Maischeholz (Braupaddel) hin und wieder aufgehackt (aufgelockert) werden, wodurch sich die notwendigen Malzzucker besser lösen.
Die durch den Nachguß gewonnene Würze wird vom Läuterbottich in den Meßeimer geleitet, bevor sie von dort in den Brau- und Gärbottich geschüttet wird (zur Voder würze, die mit dem Hauptguß abgeläutert wurde).


Der unten geschlitzte Dichtschlauch wird……..


……nun über den Pfannenrand gedrückt, damit die Pfannenhaube beim nachfolgenden Hopfenkochen/Würzekochen dort dicht aufliegt, da nun kein entsprechender Deckel mehr auf der Sudpfanne verbleibt, der Trichter also direkt aufgesetzt wird.


Zuvor aber wird die komplette Würze (Pfannevoll-Würze), bestehend aus Voderwürze und Nachguß in die Brau- und Sudpfanne gegeben und zum Kochen gebracht.


Kocht die Würze, wird der Hopfen gemäß Rezeptur zugegeben und eine bestimmte Zeit gekocht.


Danach wird die Pfannenhaube/Trichter wie zuvor beschrieben (und nachdem die Auflagestopfen entfernt  und der Pfannen-Dichtring aufgesetzt wurden) auf die Pfanne gestülpt.
Achtung: Jetzt ist es richtig heiß.Deshalb besser Schutzhandschuhe verwenden, - auch wenn man ab jetzt mal in die Pfanne schauen möchte, während der Hopfen kocht.

Wenn der Hopfen kocht, sieht die Pfanne so aus.

Und nochmals Achtung!

Beim Würzekochen zieht richtig heißer Dampf oben aus dem Kamin (Trichter).
Während des Kochvorganges deshalb auf keinen Fall in die Öffnung des Trichters/Haube
schauen, oder die ungeschützte Hand darüber halten, da man sich dabei leicht
verbrennen kann.


Zwischenzeitlich wurde der Läuter- und Filterbottich "Filterfix" wieder aufgebaut. Diesmal liegt darin aber keine Läutergaze sondern der Trubfilter mit dem der Hopfen und ausgefälltes Eiweiß etc. herausgefiltert wird.

Die fertige Würze (Ausschlagwürze) läßt man dann einfachheitshalber in den darunter stehenden Brau- und Gärbottich ablaufen.
Die Kochwürze kann man wiederum mit dem Würze-Schöpfer in den Filterbottich "Filterfix" geben, oder direkt über den Pfannen-Auslaufhahn in diesen leiten, wenn man die Möglichkeit hat, das ganze Equipment in einer Etagerie aufzubauen.


Die Ausschlagwürze läuft vom Filter-Bottich direkt (und klar) in den Brau- und Gärbottich, wo sie nach Abkühlung auf Gärtemperatur später vergärt und von dort  zwecks Nachgärung und Lagerung in Flaschen oder Fässer abgefüllt wird.

Hiermit endet der eigentliche Brau-Prozess mit unserer Kleinst-Brauanlage
GAMBRINUS I (NEU)

Was Sie sonst noch wissen müssen, sollten Sie unbedingt einem Fachbuch entnehmen, bis sie soweit "brausicher" sind.

Deshalb verweisen wir hier nochmals auf das Fachbuch von K. Kling "BIER SELBST GEBRAUT", erschienen im VERLAG DIE WERKSTATT.
Das meistverkaufte Sach- und Fachbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene in deutscher Sprache. (von Klaus Kling)

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